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Charms – Gogol – Dostojewskij (“Die Alte” – “Wij” – “Schuld und Sühne”)
14 p.Views:435In Bezug auf historische Poetik und Intertextualität gibt es Parallelen zwischen Erzählungen „Die Alte” von D. Charms, „Wij” von N. Gogol und „Schuld und Sühne” von F. Dostojewskij.Wenn wir die drei Autoren vergleichen, können wir Gemeinsamkeiten in der Metamorphose der hässlichen alten Hexenfigur entdecken, die in mythopoetische, historisch-philosophische und sozialhistorische Kontexte eingebettet wird.In Bezug auf die von ihren Anhängern erstellten Texte wird der Begriff „Post-Text“ eingeführt, womit die dialogischen Konnotationen in der literarischen Evolution zu meinen ist.Wir gehen auch auf die Rolle der „Scheitelpunktkomposition” (ein Begriff, der von W. M. Schirmunski geprägt wurde) in den Werken der Moderne / Avantgarde ein.
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Linguistische Analyse der Entwicklung des Begriffs „Greenwashing“ aus der Perspektive der Variologie
Views:32Im Artikel wird das variologische Potenzial des ökologischen Terminus-Neologismus „Greenwashing“ untersucht. Auf der Grundlage der Analyse von Medienkontexten und verschiedener Korpusplattformen werden die wichtigsten Typen der Variabilität (graphische, morphologische und syntaktische) aufgezeigt. In Abhängigkeit vom Kontext wird auch die semantische Variabilität dargestellt. Besondere Aufmerksamkeit wird auf den Prozess der Determinologisierung unter den Bedingungen der Medialisierung wissenschaftlichen Wissens gelegt.
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Zur Untersuchung der ökologischen Terminologie: Der Begriff „Naturressourcenmanagement“ in russischsprachigen Texten verschiedener Stile
Views:285Die Aktualität des „wahren Zustands“ ist auf die intensive Erweiterung der Kenntnisse über die Ökologie zurückzuführen, begleitet von der aktiven Entwicklung und Einführung neuer Fachterminologien. Mit wachsendem Interesse an Ökologie, Umweltzensur und nachhaltiger Entwicklung wird das Umweltvokabular aktiv in Texten verschiedener Genres und Funktionen entwickelt und konsolidiert, was eine sprachliche Analyse der Terminologie und die Verwendung des Fachvokabulars im Kontext von Umweltfragen erfordert. Dieser Artikel eröffnet eine Reihe von Beiträgen zum Thema ökologische Terminologie und dient als Ausgangspunkt für eine systematische Untersuchung der Terminologie in russischsprachigen Texten über nachhaltige Entwicklung und Umwelt.
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Charaktervarianten der jungen Schauspielerin in der Dramaturgie von A. N. Ostrowski und A. P. Tschechow
Views:353Im Fokus dieses Aufsatzes steht der Wendepunkt in der Geschichte des Dramas, wo die Dramenpoetik von A. N. Ostrowski, Schöpfer des russischen Theaters im modernen Sinne, und diese von A. P. Tschechow, der das vorherige Dramenkonzept in einigen Jahrzehnten neugeformte, durch eine Trennung ging. Meiner Hypothese nach kann die Untersuchung von Ostrowskis Drama „Talente und Verehrer“ (1881) und Tschechows „Die Möwe“ (1896) die Zäsur, welche die Dramenformate der beiden Epochen voneinander scheidet, sichtbar machen. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Transformation eines Motivs, nämlich die Schilderung der Figur der jungen Schauspielerin, ihrer dramatisierten Schicksalsmöglichkeiten. Die Entfaltung dieses Porträts enthüllt die dramaturgischen Eigentümlichkeiten, die die Trennlinie in Betrachtungsweisen und poetischen Symbolleisten vorhersagen, welche praktisch zwischen bemerkenswerten Vertretern zweier aufeinanderfolgender Perioden in der Geschichte des Dramas verläuft. Wir untersuchen also nicht das Vorhandensein eines Intertextes im engeren Sinne, sondern die Identität von Themen und Motiven und deren Sättigung mit neuer Bedeutung aufgrund einer Funktionsänderung, die eine Verbindung zwischen Tschechows Werk und Ostrowskis Text herstellt. Diese breitere Betrachtungsweise der Intertextualität, die nicht primär auf textlichen Bezügen, sondern zum Beispiel auf thematischen Übereinstimmungen beruht, kann bei der funktionsgeschichtlichen Auswertung, bei der Entdeckung der rezeptionsspezifischen Merkmale und damit bei der Durchsetzung der historischen Perspektive eine wichtige Rolle spielen.
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Die Lagerprosa: Zur Semantik und konzeptuellen Rahmen des Begriffs
Views:405Der vorliegende Beitrag analysiert die Lagerprosa als ein einzigartiges literarisches Phänomen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts, das unter den extremen Bedingungen stalinistischer Arbeitslager und Repressionen entstand. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie die Erfahrung der Inhaftierung die sprachliche Persönlichkeit sowohl professioneller Schriftsteller – wie W. Schalamow und A. Solschenizyn – als auch nicht-professioneller Autoren – wie Je. Ginsburg und Je. Kersnowskaja – geprägt hat. Die Texte dieser Autoren liefern schlüsselartige Erkenntnisse zur Analyse psychologischer, sozialer und individueller Transformationsprozesse während der Lagerhaft. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem metaphorischen Sprachgebrauch in der Gestaltung der Werke. Den Autoren gelingt es, die unaussprechlichen Schrecken des Lagerlebens mithilfe von Metaphern sowohl als stilistische Elemente als auch als Mittel der Neuinterpretation zu fassen. Die Studie untersucht, inwieweit diese Metaphern übergeordnete Themen wie Dehumanisierung, Durchhaltevermögen und moralische Standhaftigkeit widerspiegeln. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass Lagerprosa über reine dokumentarische Zeugenschaft hinausgeht und sich zu einer Form sprachlichen Widerstands und kreativen Überlebens entwickelt. Durch die Untersuchung lexikalischer Entscheidungen und narrativer Strukturen dieser Texte diskutiert der Beitrag Methoden, mit denen die Autoren eine neue literarische Sprache und Ausdrucksform zur Verarbeitung von Trauma und Erinnerung schaffen. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der Wechselwirkung zwischen persönlicher Erfahrung, sprachlichem Ausdruck und historischer Darstellung in der russischen Literatur.
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Die abnormale „neue Normalität“: Das Konzept der „neuen Normalität“ als Frame-Struktur im Diskurs der sozialen Medien – Eine kognitiv-diskursive Analyse
Views:405Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Analyse des Konzepts „neue Normalität“ sowie der Beschreibung seiner Frame-Struktur im alltagsbezogenen Gebrauch innerhalb des Diskurses in sozialen Netzwerken. Ausgehend von einem kognitiv-diskursiven Ansatz untersuchen wir die Bedeutungsverschiebung des Ausdrucks „neue Normalität” vom ursprünglich wirtschafts- und politikorientierten Begriff hin zu einem vielschichtigen sprachlichen Instrument zur Artikulation von Bewertungen, Ängsten und Ablehnung. Anhand von Kommentaren in sozialen Medien (Facebook, Telegram, LiveJournal) identifizieren wir Frames und thematische Gruppen, in deren Rahmen das Konzept aktualisiert wird: moralisch-wertbezogene Devaluation, kulturell-zivilisatorische Krise, ideologischer Druck, Normalisierung von Gewalt, Medialisierung von Tragödien sowie soziale Anpassung an post-COVID-Realitäten. Die durchgeführte Analyse zeigt, dass die „neue Normalität“ im Mediendiskurs als Marker normativer Transformationen und kognitiver Repräsentation von Krisenphänomenen fungiert. Das Konzept erfüllt die Funktionen eines ironischen Labels, eines Mittels der Stigmatisierung, der emotionalen Bewertung sowie der Artikulation von Identität und der Beschreibung des „Fremden“ unter Bedingungen globaler und lokaler Veränderungen.
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Die Funktion der „Autorenmaske“ im Roman „Das Herz des Patrioten oder Diverse Sendschreiben an Ferfitschkin“ von Jewgeni Popow
Views:342Das Spiel mit der Figur des Autors ist keine Erfindung der Postmoderne. Als frühere Beispiele können wir Kierkegaards Traktat „Entweder – Oder“, „Die Geschichten des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin“, oder „Den feurigen Engel“ von Waleri Brjussow anführen. Gleichzeitig zeugt das Vorwort zu Popows Roman davon, dass dieses Spiel eine neue Ebene in der Postmoderne erreicht hat. Der Autor, der in der Moderne verschwindet, nachdem er auf die traditionellen Autorenpflichten verzichtet hat, kehrt in der Postmoderne zurück, um seine alte Position wieder einzunehmen. Aber er tut das nicht mehr ernsthaft, sondern versteckt sich hinter der Maske des Autors – bemerkt Malmgren, der den Begriff der „Autorenmaske“ in den wissenschaftlichen Diskurs einführte. In unserer Analyse stellen wir fest, dass die Funktion der Autorenmaske in Popows Roman darin besteht, traditionelle Vorstellungen von Autorschaft zu parodieren. Mittels der Figur des Jewgeni Anatoljewitsch verlacht der Roman einerseits den biografischen Ansatz der Literaturkritik (wonach der reale Autor eine entscheidende Rolle für das Verständnis des Textes spielt), andererseits das von Winogradow eingeführte Konzept des Autorbildes und seine späteren Varianten (demnach kann der Sinn eines literarischen Werkes nicht verstanden werden, ohne den abstrakten Autor zu offenbaren). Dadurch betont Popow, dass ein literarisches Werk nicht als Quelle unzweifelhafter Wahrheit behandelt werden kann.