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Stille als strukturelle Präsenz: Eine theoretische Untersuchung des Films „Oaza“ (‚Oase‘) von Ivan Ikić in einer filmischen Rahmung des Minimalistischen Programms von Noam Chomsky
Views:42Diese Studie bietet eine formal-analytische Lesart des Films Oaza (‚Oase‘, 2020) von Ivan Ikić innerhalb eines interdisziplinären Rahmens, der filmtheoretische Ansätze mit dem Minimalistischen Programm von Noam Chomsky verbindet. Ausgehend von zentralen Konzepten des Minimalistischen Programms – wie der Unterscheidung zwischen Phonologischer Form (PF) und Logischer Form (LF), dem Prinzip der derivationalen Ökonomie sowie der Kopientheorie der Bewegung – argumentiert der Beitrag, dass filmische Stille in Oaza nicht als Abwesenheit, sondern als strukturell lizenzierte Form der Nicht-Externalisierung zu verstehen ist. In diesem Sinne funktioniert Stille analog zu syntaktischen Spuren: Elemente, die keine phonologische Realisierung aufweisen, jedoch interpretativ wirksam bleiben. Anhand der Analyse der Verhörszene und der Schlusssequenz zeigt der Beitrag, wie die Suspendierung von Sprache und die Einschränkung expressiver Mittel die interpretative Verantwortung auf den Zuschauer verlagern. Bedeutung entsteht nicht durch explizite Artikulation, sondern durch strukturierte Abwesenheit und eingeschränkten Zugang. Der Film erweist sich somit als ein derivationales System, in dem Auslassung kein Defizit, sondern eine Bedingung der Interpretation darstellt, gesteuert durch Prinzipien der Ökonomie und der Schnittstelleninteraktion.
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Diachronische Identität, Variabilität und Homonymie in der Etymologisierung von lautmalenden Wörtern (am Material aus slawischen Sprachen)
Views:265In der Etymologie wird die diachronische Identität der Wörter und der Morpheme durch die gleichzeitige Anwendung der historisch-vergleichenden Methode bezüglich der Lautform einerseits und der Methode der semantischen Typologie (der semantischen Parallelen) in Bezug auf die Semantik andererseits nachgewiesen. Diese Regel ist in vollem Maße bei den arbiträren sprachlichen Zeichen anwendbar, aufgrund derer die ausnahmslose Gültigkeit der phonetischen Gesetze bezeugt wird. Der Artikel bringt Beweise dafür vor, dass die Bestimmung der diachronischen Identität bei den lautmalenden Wörtern infolge ihres ikonischen Charakters erschwert wird. Diese Zeichen werden in der rechten Gehirnhälfte bearbeitet, was die Nichteinhaltung der phonetischen Gesetze, die formelle Variabilität und sehr oft das Vorhandensein von Homonymen prädestiniert. Berücksichtigt werden auch die pragmatischen, funktionellen und strukturellen Eigenschaften der lautmalenden Wörter.