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  • Das Panpsyche-Drama „Requiem“ von Leonid Andrejew
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    Der Artikel beleuchtet die Rolle von Leonid Andrejews Werk bei der Entstehung des neuen Dramas in Russland und zeigt anhand einer Analyse des Stücks „Requiem“ die genre- und formspezifischen Besonderheiten der Pansychie-Dramen auf. Der Autor des Artikels hebt hervor, dass Andrejews Panpsyche-Drama ein bahnbrechendes Experiment ist, das zeigt, wie weit die Ausweitung des Begriffs des dramatischen Genres gehen kann. Der Text des panpsychischen Dramas beweist, dass die Ereignishaftigkeit, die zuvor als eines der Hauptkriterien des Dramas galt, im neuen Drama keineswegs von zentraler Bedeutung ist. Auf diese Weise nimmt die Häufigkeit äußerer Ereignisse ab, während gleichzeitig die Bedeutung innerer Ereignisse zunimmt und die Rolle mentaler und psychologischer Ereignisse wird stärker. Andererseits enthält Andrejews dramatischer Text bereits die Tendenz zu einer Verarmung der referenziellen Funktion der künstlerischen Sprache, und zum ordnenden Prinzip in der Struktur des Dramas wird die Tendenz zur Eigenständigkeit der Tropen. Diese Phänomene verleihen Andrejews panpsychischem Drama eine besondere Bedeutung auf dem Weg zu einem zeitgenössischen Verständnis des neuen Dramas.