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Kognitive Modelle des Konzepts „Normalität“
Views:56Die vorliegende Studie untersucht das Konzept der „Normalität“ im zeitgenössischen russischen öffentlichen Diskurs der letzten Jahrzehnte unter Bedingungen der Unsicherheit normativer Orientierungen. Im Unterschied zu der zuvor analysierten Konstruktion „neue Normalität“, die eine ausgeprägt markierte und metasprachliche Funktion aufweist, fungiert „Normalität“ vorwiegend als eine Hintergrundkategorie kognitiv-diskursiver Art und dient als Instrument der Bewertung und Kategorisierung. Das Untersuchungsmaterial basiert auf Daten des RuTenTen-Korpus. Die methodologische Grundlage bildet die kognitiv-diskursive Analyse, die auf die Identifikation typischer Gebrauchsmuster und die Rekonstruktion der konzeptuellen Struktur abzielt. Im Ergebnis werden zentrale kognitive Modelle des Konzepts „Normalität“ herausgearbeitet, darunter räumliche, skalare, prozessuale und institutionelle Metaphern sowie Modelle der Maskierung, Simulation und axiologischen Inversion.