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  • An der Schwelle zum Wandel: Vass Annamária: Долой соцреализм – да здравствует постмодернизм! Смена парадигмы в русской литературе в конце восьмидесятых [Annamária Vass: Nieder mit dem Sozrealismus – es lebe der Postmodernismus! Ein Paradigmenwechsel in der russischen Literatur Ende der 1980er Jahre]. Debrecen University Press, Debrecen, 2024, 184 S. ISBN: 978-963-615-163-8
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    Die Rezension befasst sich mit dem neuen Buch der ungarischen Forscherin Annamária Vass über den Paradigmenwechsel in der russischen Literatur. Das Buch analysiert detailliert die literarischen und kulturellen Veränderungen, die Mitte der 1980er Jahre einsetzten, und beleuchtet, wie sich der sozialistische Realismus zum Postmodernismus wandelte. Annamária Vass konzentriert sich auf das Verständnis der Merkmale des Postmodernismus und gibt einen spannenden historischen Überblick darüber, wie der sozialistische Realismus allmählich seine dominante Stellung verlor. Anhand einer Analyse der Werke von Jewgeni Popow und Wassili Aksjonow zeigt sie die spezifischen Merkmale der postmodernen Literatur auf. Das Buch bietet einen hervorragenden Überblick über diese chaotische Periode der russischen Literatur.

  • Das Generationennarrativ in den kritischen Schriften der neuen Realisten
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    Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde die postmoderne Literatur mit dem Aufkommen des Neuen Realismus konfrontiert, dessen Vertreter sich in ihren Manifesten und kritischen Schriften als eine Generation mit denselben ästhetischen und ideologischen Prinzipien definierten. Der Sammelband „Neue russische Kritik”, herausgegeben von Roman Sentschin, ist ein eindrucksvoller Beleg für dieses gemeinsame Vorgehen. In meiner Studie untersuche ich, wie und welche Elemente dieses Generationenbewusstseins und der kulturellen Identität geschaffen werden, d. h. wie sich das Denken über Literatur verändert hat.

  • „Doktor Schiwago“ und Leonid Pasternak
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    Der Artikel analysiert die Wertänderungen in der Kunst und Literatur der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die schöpferischen Strategien von zwei nahestehenden Personen – dem Dichter Boris Pasternak und seinem Vater, dem Maler Leonid Pasternak. Vertreter der Akademischen Kunst, Leonid Pasternak erneuerte die Tradition des Realismus, als er bei der Arbeit an den Illustrationen für den Roman „Auferstehung“ in persönlichen Kontakt mit Lew Tolstoi kam. Auf dem Weg von der Peredwischniki-Bewegung zum Impressionismus nahm er die neuesten Trends nicht auf, im Gegensatz zu seinem Sohn, der sich schon länger für Futurismus und Modernismus begeisterte. Der ästhetische Konflikt ist mit den Jahren (und der Entfernung – der Vater emigrierte in den frühen 1920er Jahren) verblasst, im Roman „Doktor Schiwago“ kehrte Boris Pasternak zur Poetik der klassischen russischen Prosa zurück. Dennoch wären die christlichen Werte, auf denen die semantische Basis des Romans beruht, dem Vater, der kurz vor Beginn der Arbeit am Roman verstarb, fremd geblieben. Die Zusammenfassung war der Roman selbst, in dem Einwirkung und Polemik zwischen Sohn und Vater, Dichter und Maler hinter dem Text versteckt sind.